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6 Google AdWords Fallstricke und wie Du diese vermeidest

20. Juni 2018

6 Google AdWords Fallstricke und wie Du diese vermeidest

Ich habe Dir in diesem Beitrag 6 Fallstricke zusammengestellt. Also im Prinzip 6 Fehler, die Du in AdWords machen kannst und dadurch sehr viel Geld verlieren kannst.

Fallstrick Nr. 1 – das falsche Netzwerk wählen

Ich schreibe Dir hier vielleicht nichts Neues, aber es gibt doch Unterschiede bei den Netzwerken. Ich ziele vor allem auf das Suchnetzwerk mit Displayauswahl an.

Beim Suchnetzwerk kannst Du auswählen, ob Du mit oder ohne Displaynetzwerk arbeiten möchtest. ich empfehle grundsätzlich diese beiden Netzwerke zu trennen. Ich hatte zwar vor ca. 2 Jahren mal von Google gesagt bekommen, dass dies in Zukunft wohl nicht mehr auswählbar sei. Aktuell ist dem jedoch noch so. Ein Vorteil ist: Deine Textanzeigen werden auch auf Webseiten angezeigt, die mit Deinen Keywords zu tun haben. Der Nachteil ist, dass darauf wahrscheinlich nicht Deine Kundschaft ist.

Der eigentliche Sinn von Google AdWords Suchanzeigen liegt ja darin, genau dann präsent zu sein, wenn der Kunde nach Deinen Dienstleistungen oder Produkten sucht. Im Displaynetzwerk geht es eigentlich eher darum, die Leute auf einen selbst aufmerksam zu machen, Branding zu betreiben oder Remarketing zu nutzen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass wegen der Displayanzeigen unter Umständen Geld verloren geht, das Du dann für die Suchanzeigen nicht mehr zur Verfügung hast.

Wenn Du also im Displaynetzwerk Werbung machen möchtest, dann nutze bitte auch die Kampagne für das Displaynetzwerk.

Fallstrick Nr. 2 – 24h am Tag AdWords Anzeigen schalten

Kaum eine Dienstleistung oder ein Produkt wird mitten in der Nacht gesucht. Ok, es gibt sie: Die Ausnahme bei dieser Regel. Machst Du Werbung in den USA oder einer anderen Zeitzone, sind auch nach unserer Zeit die Leute am Suchen und das sogar Nachts um 3 🙂 Wenn Du allerdings in unserer Zeitzone AdWords schaltest schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass mitten in der Nacht Umsatz machst.

Es gibt einen entscheidenden Vorteil bei Werbung über 24h ohne Beschränkung: Sollte mitten in der Nacht, also nachts um 3, jemand nach Deinen Dienstleistungen oder Produkten suchen, wird Deine Anzeige ausgespielt. Sollte Deine Konkurrenz genau dann keine Werbung schalten, bist Du klar im Vorteil und zahlst auch weniger. Darauf wollen wir jedoch nicht spekulieren.

Damit Dein Budget über weniger Stunden am Tag verteilt werden kann, solltest Du mit dem Werbezeitplaner arbeiten. Da legst Du fest zu welchen Zeiten Deine Anzeigen geschaltet werden sollen. Hier ein kleines Beispiel, warum der Werbezeitplaner eingesetzt werden sollte:
Tagesbudget CHF/EUR 20
24 Std. geschaltet = 0.83/Stunde
12 Std. geschaltet = 1.66/Stunde

Wie Du siehst, hast Du innerhalb dieser 12 Stunden mehr Budget zur Verfügung über den Tag verteilt. Du kannst ganz einfach herausfinden, wann Deine Anzeigen am meisten geschaltet werden. Und das ist auch meine Empfehlung an Dich, wenn Du mit AdWords arbeitest: Lasse erst einmal die Anzeigen für 2-3 Wochen 24h am Tag geschaltet. Danach erkennst Du eine Tendenz und kannst diese im Werbezeitplaner berücksichtigen. Ebenfalls ist es möglich, dass Du von 7-12 Uhr und danach von 16-22 Uhr Anzeigen schaltest.

Im AdWords Konto (neue Benutzeroberfläche schwarz/grau) findest Du die Zeiten unter: Kampagne anklicken, Werbezeitplaner auswählen und dann nach Tag oder Uhrzeit oder gar Beidem anschauen. Klicke auf der Ansicht auf Klicks und sortiere es nach Grösse. Dann, wenn Du die meisten Klicks bekommst, solltest Du Anzeigen schalten.

AdWords Werbezeitplaner Auswertung

Fallstrick Nr. 3 – Falsche Keywordoptionen nutzen

Keywords können mit Optionen qualifiziert werden. Welche das sind, zeige ich Dir jetzt und erkläre diese auch kurz anhand eines Beispiels.

Weitgehend passend
Keywordoption weitgehend passend1

Das Keyword als weitgehend passend hinzuzufügen, davon ist eher abzuraten.
Warum? Ganz einfach: ‚weitgehend passend‘ ist wie der Name schon sagt die Ausspielung der Anzeige, wenn es irgendwie zu dem Keyword passen könnte.

Ein Beispiel:
Mützen für Frauen – Die Ausspielung der Anzeige erfolgt dann bei Suchanfragen wie: Schirmmützen für Frauen kaufen. Ich suche eine Mütze, die für Frauen wie auch für Männer passen.

Es ist also sehr ungenau, wann Deine Anzeige ausgespielt wird. Es kann auch ein verwandter Begriff sein der zwar zu Dir passt, aber nichts bringt, weil Du eine adäquate Dienstleistung oder Produkt nicht anbietest.

Passende Wortgruppe
Keywordoption passende Wortgruppe

Die Keywordoption passende Wortgruppe ist geeignet, wenn nicht gezielt nach einer einzelnen Dienstleistung oder einem einzelnen Produkt gesucht wird.

Das Wichtigste bei dieser Keywordoption ist, dass nur VOR oder NACH dieser Wortgruppe etwas stehen kann. Sobald die passende Wortgruppe verändert wird im Suchbegriff bei der Google Suche, wird Deine Anzeige nicht ausgespielt.

Ein Beispiel:
„Mützen für Frauen“
Bei dem Suchbegriff: «Ich suche Mützen für Frauen» wird die Anzeige ausgespielt.
Bei «Mützen kaufen für meine Frau» wird die Anzeige nicht ausgespielt.

Die Gross- und Kleinschreibung sowie das falsche Schreiben des Suchbegriffs werden hier berücksichtigt und die Anzeige wird ebenfalls ausgespielt. Willst Du hier verhindern, dass die Anzeige bei falscher Schreibweise ausgespielt wird, musst Du mit auszuschliessenden Keywords arbeiten.

Genau passend
Keywordoption genau passend

Genau passend ist, wie der Name schon sagt, Programm. Du fügst ein Keyword mit dieser Option hinzu und die Anzeigen werden nur dann ausgespielt, wenn das Keyword auch wirklich passt.

Allerdings gab es in den letzten zwei Jahren Änderungen betreffend dieser Option. So werden zum Beispiel Anzeigen auch ausgespielt, obschon das Keyword Schreibfehler enthält. Vorher ist es so gewesen, dass das Keyword wirklich genau passend sein musste. Nur die Gross-/Kleinschreibung ist ignoriert worden.

Heute muss bei weitgehend passend mit auszuschliessenden Keywords gearbeitet werden, damit die Ausspielung der Anzeigen bei Schreibfehlern verhindert werden. Ansonsten ist dies noch immer die genaueste Möglichkeit, seine Anzeigen auch beim richtigen Keyword angezeigt zu bekommen.

Modifizierer Plus (+)
Keywordoption Modifizierer plus

Es gibt einen Modifizierer für Keywords. Wenn Du ein + direkt vor das Keyword setzt, wird Die Anzeige geschaltet sobald das Keyword in Einzahl, Mehrzahl oder in einer nah verwandten falschen Schreibweise in der Suchanfrage benutzt wird.

Wenn Du mit diesem Modifizierer arbeitest, benötigst Du auszuschliessende Keywords. Hier müssen mindestens einmal pro Woche die Suchbegriffe kontrolliert und ggf. als auszuschliessende Suchbegriffe hinzugefügt werden.

Fallstrick Nr. 4 – Zu geringes Budget

Ok, das ist jetzt nicht gerade ein Fallstrick, der Dich Geld kostet. Allerdings ist das nicht ganz korrekt. Denn ein zu geringes Budget bedeutet automatisch auch, dass Deine Anzeigen zu wenig ausgespielt werden. Somit entfallen Dir Umsätze, die du hättest machen können. Folge dessen verlierst Du ebenfalls Geld 🙂

Machen wir zur Berechnung des richtigen Budgets ein Rechenbeispiel:
Du machst über das Keywordtool eine Keywordrecherche im AdWords Konto. Darüber findest Du heraus, dass ein Klick im Durchschnitt CHF/EUR 2,50 kostet. Damit solltest Du also rechnen. Gehen wir mal davon aus, dass Du im Monat über AdWords ca. 300 Klicks erreichen möchtest. 300 Klicks mal CHF/EUR 2,50 = CHF/EUR Monatsbudget von CHF/EUR 750. Setzt Du für diese Klickzahl nur ein Budget von CHF/EUR 400 ein, hast Du zu wenig Budget, um diese Anzahl Klicks zu erreichen. Folge dessen kommst Du nicht auf das Ziel, welches Du erreichen willst und die Anzeigen werden zu wenig ausgespielt.

Soweit also die Theorie. In der Praxis sieht das meistens etwas anders aus. Denn je besser dein Qualitätsfaktor des Keywords und der entsprechende Anzeigenrang ist, desto weniger könntest Du unter Umständen für den Klick bezahlen. Es wäre also trotzdem möglich, weniger pro Klick zu bezahlen. Rechne jedoch nicht damit, dass nun Dein Klickpreis auf CHF/EURO 1,35 sinkt. Das ist eher unwahrscheinlich. Der Klickpreis richtet isch nämlich auch noch an das Angebot und die Nachfrage.

Hä, Angebot und Nachfrage bei Keywords? Also je mehr nach den Keywords gesucht wird, desto günstiger wirds und andersrum? Nein! Das bedeutet: Wenn 10 Werber mit diesem Keyword in AdWords mindestens 2,50 bieten, musst auch Du mindestens 2,50 bieten, um überhaupt mit dabei sein zu können an der “Auktion”.

Fallstrick Nr. 5 – Falsche Kontostruktur

Eine falsche Struktur im AdWords Konto hat nicht direkt mit dem Verlust von Geld zu tun. Jedoch von Zeit und Zeit ist bekanntlich Geld.
AdWords Kontostruktur

Damit Dein AdWords Konto übersichtlich bleibt, solltest Du die richtige Kontostruktur wählen. Je genauer Du Kampagnen definierest, desto besser performen Sie. Am besten sollte die Webseite in der Kontostruktur widergespiegelt werden.

Wenn Du jedoch hingehst und die Kampagnen sowie die Anzeigengruppen logisch verteilst, wirst Du mit Deinem Konto Freude haben. Als Beispiel: unter den Anzeigengruppen maximal 30 Keywords und maximal 3 Anzeigen. Das perfekteste AdWords Konto wäre: pro Keyword eine Kampagne, eine Anzeigengruppe und eine Anzeige. Aber das wäre administrativ ein sehr hoher Aufwand und ohne Automatisierung nicht mach- bzw. handelbar.

Kurz: mit der richtigen Kontostruktur sparst Du Zeit und Geld!

Fallstrick Nr. 6 – Keine Erweiterungen genutzt

Erweiterungen sind, wie der Name schon sagt, Erweiterungen für Deine Textanzeigen. Was haben jetzt diese Erweiterungen mit dem Verlust von Geld zu tun? Ganz einfach gesagt: Je weniger Erweiterungen, also je weniger Zusatzinformationen Deine Anzeige hat, desto irrelevanter wird sie. Ok, vielleicht nicht gleich so krass. Aber je mehr Erweiterungen Du nutzt, desto besser kann Dein Anzeigenrang und somit die Position der Anzeige werden.

Erweiterungen die Du auf jeden Fall nutzen musst:

Sitelink-Erweiterung: Sie sind dazu da, Zusätzliche Links in die Anzeige einzubauen um damit dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Zum Beispiel die Kontaktaufnahme, oder Farbenvarianten zu einem Produkt usw.

Erweiterung mit Zusatzinformationen: Hier zeigst Du Deinen Kunden Zusatzinformationen. Zum Beispiel könnte das sein den Hinweis auf kostenlosen Versand, 100 Jahre Erfahrung usw. Diese werden nicht als Links angezeigt, sondern stehen einfach in der Anzeige und der Text wird somit verlängert.

Anruf-Erweiterung: Die ist eigentlich selbsterklärend. Natürlich setzt Du diese nur dann ein, wenn Du auch telefonisch erreichbar bist. Hier kannst Du sogar die Zeiten noch festlegen, wann diese Erweiterung in AdWords auf Deine Anzeigen ausgespielt werden soll. Es macht nämlich keinen Sinn, wenn um 22 Uhr jemand auf die Telefonnummer klickt und nur der Anrufbeantworter ist dran.

Standort-Erweiterung: Wenn Du ein lokales Geschäft hast oder Kunden an Deinem Standort in einem Büro empfängst, dann nutzt Du auf jeden Fall diese Erweiterung. Sie ist verknüpft mit Deinem MyBusiness Konto und benötigt die gleiche Login-Emailadresse wie in AdWords. Sonst kann der Standort nicht synchronisiert werden.

 

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