Online Marketing

Der Latte Macchiato Faktor im Online Marketing

6. Juni 2018

Der Latte Macchiato Faktor im Online Marketing

Ja, du hast richtig gelesen. Es geht in diesem Beitrag um den Latte Macchiato Faktor. Nicht etwa um das Kaffeegetränk, sondern um etwas, was damit auch zu tun hat. Am Ende dieses Beitrags wirst Du wissen, wieso ich es so genannt habe.

Der Latte Macchiato Faktor kurz zusammengefasst

Es ist Geld, welches Du zum Fenster hinauswirfst, weil Deine Aktivitäten keinen Erfolg bringen. Jetzt müssen es nicht mal die Aktivitäten sein, sondern auch die monatlichen Zahlungen an Dienste, die Dir so gut wie gar nichts bringen. Ich denke da vielfach auch an Telefonbucheinträge mit Links, Emailadressen oder gar Anzeigen in diesen.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich möchte keine dieser tollen Portale mit ihren Premium-mitgliedschaften verteufeln. Oder grundsätzlich sagen, dass diese nichts einbringen bzw. ihr Geld nicht Wert sind. Ganz im Gegenteil: Sie sollen sogar Bestandteil sein im Online Marketing.

Grundlegende Fragen im Online Marketing

Was will ich mit meinen Aktivitäten erreichen? Oder anders gefragt. Was ist das Ziel dieser Aktivitäten? Sollen diese Aktivitäten mir mehr Kunden bringen? Brauche ich einfach Besucher auf meiner Webseite, um diese bekannt zu machen?

Soll das lokal und regional tätige Unternehmen gefunden werden im Telefonbuch oder bei Google? Wie hoch ist mein Marketingbudget überhaupt? Wie kann ich aus der Investition von 1 mindestens 2 machen?

Wie Du siehst, musst Du Dir sich solche Fragen stellen BEVOR Du das Marketingbudget ausgibst. In der Regel kommen Mehrjahresverträge auf einen zu mit Laufzeiten von 3-5 Jahren.  Das muss also auf jeden Fall mitberücksichtigt werden.

Suchmaschinen Optimierung oder -Marketing?

Es gibt natürlich die Möglichkeit, ohne riesigen Aufwände an Marketingbudgets bei Google oder anderen Suchmaschinen auf der ersten Seite zu erscheinen. Jedoch meistens nur, wenn direkt nach der Firma oder nach der Dienstleistung mit dem Ortszusatz gesucht wird. Dazu gibt es Möglichkeiten der Onpage Optimierung. Du optimierst also Deine Webseite auf die entsprechenden Keywords.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Suchmaschinenoptimierung einem Dienstleister abzugeben. Dieser optimiert im Idealfall die Webseite und baut organisch sog. Backlinks auf, um die Webseite attraktiv zu machen. Je mehr organische Links von anderen Webseiten (Backlinks) auf Deine Webseite verlinken, desto netter finden das Google und andere Suchmaschinen. Bis hier allerdings ein Effekt eintritt, kann es Monate dauern.

Wenn Du nicht warten möchtest, kannst Du mit Google AdWords sofort neue Kunden auf Deine Webseite bringen. Du wählst die entsprechenden Keywords aus, verlinkst diese Keywords auf Deine Webseite, gestaltest ansprechende Textanzeigen und positionierst Dich unter Umständen zuoberst bei Google.
Google AdWords Textanzeigen

Das ist dann Suchmaschinenmarketing. Es kostet, je nach Keywords, relativ viel. Kann aber auch pro klick sehr günstig sein. Der grösste Vorteil an dieser Werbeform ist, dass Du genau dann präsent bist, wenn der Kunde nach Dir bzw. Deinen Dienstleistungen sucht.

Hier kommt ebenfalls ein massiver Latte Macchiato Faktor zum Tragen: Keywords, die mit falschen Keywordoptionen versehen sind. Wer das nicht richtig macht und regelmässig negative Keywords hinzufügt, kann hier sehr viel Geld verlieren.

Social Media Aktivitäten ja oder nein?

Grundsätzlich ja, denn Deine Zielgruppe bewegt sich sicherlich auch auf den verschiedensten Plattformen wie Twitter, Facebook, Snapchat, Instagram und Co. Welche Zielgruppe sich wo befindet, kann ich Dir hier in einer Grobübersicht schnell zeigen. Allerdings sollte das nicht für bare Münze genommen werden.

Bei Facebook findest Du fast alle Altersgruppen. Nicht zu unterschätzen ist hier die Generation 65+. Grundsätzlich kann hier das genaueste Marketing überhaupt betrieben werden. Kein anderes Netzwerk weiss mehr über den Nutzer, als Facebook. Die Altersgruppe mit den meisten Nutzern ist 18-34 Jahre alt.

Wenn Du also haargenau weisst, welche Vorlieben Deine Zielgruppe hat, dann mache unbedingt Werbung auf Facebook. Die Leadgenerierung ist hierbei eine sehr gute Methode, neue Kunden zu gewinnen.

Bei Twitter findest Du ebenfalls ziemlich jede Zielgruppe. Allerdings ist der Kurznachrichtendienst eher weniger geeignet um zielgruppengenaues Marketing zu machen. Hier solltest Du mehr auf Interaktion setzen.

Bei Instagram kannst Du Deine Zielgruppen relativ gut mit den richtigen Hashtags erreichen. Ein Hashtag ist ein Wort, welches vor dem Wort direkt eine # davor hat. Ein Hashtag könnte so aussehen: #SocialMediaMarketing Du solltest jedoch darauf achten, nicht zu viele Hashtags und dafür die, welche zielgenau zu Deinem Post passen. Das Klientel bei Instagram ist zwischen 18 und 44 Jahre alt, jedoch sind die Personen zwischen 18 und 34 Jahre die, welche am meisten aktiv sind auf der Plattform.

Bei Snapchat findest Du vor allem die jüngste Social Media Generation von 13-17 Jahren. Das sind nun Zahlen für die Schweiz, es sieht jedoch auch international relativ gleich aus. Willst Du vor allem das allerjüngste Publikum ansprechen, dann ist Snapchat Dein Netzwerk.

Social Media Marketing aber richtig

Es gibt zwei Arten von Social Media Marketing:
Die erste Art ist, sich aktiv an den verschiedensten Communitys zu beteiligen. Du gehst also hin und interagierst in den verschiedensten Gruppen, Fanseiten usw. auf den Social Media Kanälen. So kannst Du Dich als Kompetenz outen und die Aufträge können so auch an Dich gelangen.

Wichtig dabei ist: gib Dein Wissen zwar preis, aber mache keine «plumpe» Werbung. Was auch total verpönt ist: Du schreibst alle Kontakte, die mit Dir kommunizieren, direkt an und verkaufst ihnen Deine Dienstleistungen. Auch hier kommt der Latte Macchiato Faktor zum Tragen: Du kannst relativ viel Zeit damit verbringen. Deswegen solltest Du unbedingt auf Deine Zeit achten und dich auf Deine Kernkompetenzen konzentrieren.

Die zweite Art von Social Media Marketing ist die Werbung auf dem entsprechenden Kanal. Ich greife hier vor allem Facebook auf. Hier geht es darum, Deine Posts oder Dienstleistungen und Produkte direkt im Netzwerk zu bewerben. Setze Dir hier auch ein Maximalbudget, das du ausgeben möchtest. Versuche auch dieses Budget so gewinnbringend wie möglich einzusetzen.

Zu Beginn setze mehr Budget ein, damit Du Tests machen kannst mit verschiedenen Werbemöglichkeiten. Mache Splittest, die Dir eine genauere Abstufung ermöglichen, welche Werbung auch wirklich funktioniert. Splittest sind Tests bei dem Du zwei Anzeigen gegeneinander testest, welche am besten performt.

Zum Beispiel bei einem Bild dessen Hintergund Du einmal grün und einmal orange machst. Und bitte teste immer nur kleinere Veränderungen gegeneinander. Merkst Du, dass der grüne Hintergrund besser ankommt und mehr Klicks generiert, stelle etwas anderes um. Zum Beispiel den Text in der Anzeige. Achte auch hier darauf, dass Du nur kleine Veränderungen vornimmst.

Das meine ich genau mit dem Latte Macchiato Faktor

Du kannst bei jeder, ja wirklich jeder Aktivität viel Geld verlieren und vor allem Zeit. Wenn Du also damit beginnst, Deine Firma, Deine Dienstleistungen oder Produkte zu promoten, suche Dir die richtigen Kanäle. Wo machst Du Werbung? Womit machst DU Werbung? Welches Netzwerk bringt wirklich was?

Stelle Dir vor, dass Du mit Jeder Stunde einen Latte Macchiato verlierst. Dieser kostet zwar “nur” zwischen 4 und 7 Franken (in Euro sicher günstiger). Wenn Du jedoch jeden Tag eine Stunde, also jeden Tag einen Latte Macchiato verlierst, kostet Dich das Ende Monat im Durchschnitt 110 Franken. Und ich schreibe hier nur von Kaffee.

Mal angenommen, Dein Stundenlohn beträgt zwischen CHF 80 und 160. Gehe mal davon aus, dass Du in der Woche 3 Stunden, also rund 30 Minuten pro Tag investierst und nichts dabei heraus kommt. Somit bist Du Ende des Monats im Durchschnitt CHF 1440 los. Dieser Betrag ist einfach weg, weil Du zu viel Zeit mit “Unnötigem” verbracht hast.

Erkenntnisse

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas aufzeigen, wie Du Dein Budget für Werbung richtig einsetzt. Vor allem aber auch, wie Du kanalisiert die richtigen Social Media Aktivitäten machen kannst, ohne dabei viel Geld zu verlieren.

Fakt ist: Jeder verlorene Franken ist verloren und nicht verdient. Es ist auch wichtig zu wissen, dass Du zu beginn Deiner Aktivitäten immer etwas mehr Zeit und Geduld haben musst. Aber nach 3 Monaten solltest Du Deine Aktivitäten allerspätestens überdenken und analysieren.

Vielen Dank fürs Lesen bis zum Schluss

Damit auch Andere von diesen Informationen profitieren können, freue ich mich übers Teilen des Beitrags.

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2 Comments
  1. Karl Kubli

    Herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ich habe ihn mit grossem Interesse heute gelesen. Aber da ich diesem Jahr 70 Jahre alt werde, denke ich eher an einen schluck Rot- oder Weisswein, als an ein Latte Macchiato..:-) , das heisst, dass ich eher an einen Verkauf meiner Webseite inkl. Kundenstamm denke. In den letzten drei Jahren habe ich einen sehr guten Umsatz gemacht, und auch dieses Jahr sieht es gut aus, da man oft über meine Qualität und Kompentenz spricht und weiter empfiehlt..:-)

    • rogerruckstuhl

      Hallo Karl. Schön, dass Du mit 70 nicht mehr arbeiten musst und ein Glas Wein geniessen darfst :-) Dann wünsche ich Dir viel Erfolg beim Verkauf!

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